Akute Bronchitis: mehr als nur ein Husten
Akute Bronchitis ist weit mehr als nur ein gewöhnlicher Husten. Sie tritt häufig im Zusammenhang mit einer Erkältung auf und macht sich meist durch einen plötzlichen, trockenen Reizhusten bemerkbar, der nach wenigen Tagen in einen produktiven, schleimigen Husten übergehen kann.
Begleiterscheinungen wie Abgeschlagenheit, leichtes Fieber, Halskratzen sowie ein Druckgefühl in der Brust sind typisch. Manche Betroffene berichten zusätzlich von allgemeinem Unwohlsein, Muskel- oder Gliederschmerzen, Heiserkeit und Kopfschmerzen.
Gerade in der kalten Jahreszeit ist die akute Bronchitis häufig. Erkältungsviren verbreiten sich dann leichter, und trockene oder kalte Luft kann die Atemwege zusätzlich reizen. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit einem geschwächten Immunsystem oder chronischen Atemwegserkrankungen sind häufiger betroffen.
Die Beschwerden entwickeln sich meist innerhalb kurzer Zeit. Anfangs steht der trockene Husten im Vordergrund, später folgt häufig verschleimter Husten mit Auswurf. Der Schleim kann unterschiedlich aussehen und verschieden zäh sein – meist ist er weisslich bis klar, manchmal auch gelblich. Im Verlauf können weitere Symptome wie leichte Halsschmerzen, eine belegte Stimme oder ein leichter Schüttelfrost auftreten.
Die Beschwerden halten in der Regel einige Tage bis etwa zwei Wochen an und klingen danach langsam ab. In manchen Fällen bleibt der Husten noch bis zu drei Wochen bestehen, auch wenn die übrigen Symptome bereits nachgelassen haben. Das ist zwar unangenehm, in den meisten Fällen aber harmlos.
Bronchitis, Erkältung oder Grippe – worin liegt der Unterschied?
Viele Menschen fragen sich, ob sie an einer Erkältung, einer akuten Bronchitis oder an einer Grippe leiden. Die Beschwerden können sich teilweise ähneln, dennoch gibt es wichtige Unterschiede - und auch typische Anzeichen einer Bronchitis, die eine Einordnung erleichtern.
- Eine Erkältung betrifft vor allem die oberen Atemwege, also Nase, Nasennebenhöhlen und Rachen. Typisch sind Schnupfen, Niesen, Halsweh und eine belegte Stimme. Der Krankheitsbeginn ist meist schleichend. Bei einer akuten Bronchitis sind dagegen die Bronchien betroffen. Das typische Leitsymptom ist Husten, der zunächst trocken ist und später oft mit Auswurf einhergeht. Häufig kommt ein Druck- oder Brenngefühl in der Brust hinzu.
- Eine Bronchitis kann auch ohne Fieber auftreten - das Fehlen von erhöhter Temperatur schliesst eine Erkrankung der Bronchien nicht aus.
- Die Grippe, also Influenza, beginnt meist deutlich plötzlich und verursacht oft stärkere Allgemeinsymptome als eine Bronchitis oder Erkältung. Typisch sind hohes Fieber, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, starke Muskel- und Gliederschmerzen, Schüttelfrost und grosse Erschöpfung. Zwar kann auch bei einer Grippe Husten auftreten, im Vordergrund steht aber häufig die starke allgemeine Beeinträchtigung. Wer sehr plötzlich schwer krank wird oder hohes Fieber entwickelt, sollte deshalb auch an eine Grippe denken und ärztlichen Rat einholen.
Oft ist bei akuter Bronchitis keine spezifische Therapie notwendig. Besonders wichtig ist es, dem Körper ausreichend Ruhe zu gönnen und viel zu trinken – etwa stilles Wasser, ungesüsste Kräutertees oder verdünnte Fruchtsäfte. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann helfen, den Schleim in den Atemwegen flüssiger zu halten und das Abhusten zu erleichtern.
Auch eine gute Belüftung und das Vermeiden von trockener Heizungsluft in Wohnräumen können die gereizten Atemwege entlasten. Hausmittel wie Brustwickel, warme Tees aus Salbei, Lindenblüten oder Thymian, Inhalationen mit heissem Wasserdampf sowie Spaziergänge an der frischen Luft werden von vielen Betroffenen als angenehm empfunden. Besonders das Inhalieren kann helfen, gereizte Schleimhäute zu beruhigen und den Hustenreiz zu lindern. Bei heissem Dampf ist jedoch Vorsicht geboten, besonders bei Kindern.
Bei ungewöhnlich starker Atemnot, anhaltend hohem Fieber, blutigem Auswurf oder einer deutlichen Verschlechterung des Allgemeinzustands sollte unverzüglich ärztlicher Rat eingeholt werden. Dies gilt insbesondere für ältere Menschen, Kinder und immungeschwächte Personen.
Eine Akute Bronchitis ist zwar oft unangenehm, heilt aber meist ohne Komplikationen aus. Mit etwas Geduld und der richtigen Unterstützung kann der Körper sich gut erholen.
Wie entsteht eine akute Bronchitis?
In neun von zehn Fällen wird eine Bronchitis von Viren ausgelöst – es handelt sich also um einen viralen Atemwegsinfekt. Seltener stecken Bakterien hinter der Infektion. Die Erreger dringen über Nase und Mund in den Körper ein, befallen zunächst die oberen Atemwege und breiten sich anschliessend bis in die Bronchien aus.
Wie werden die Bronchitis-Viren übertragen?
Bronchitis-Viren werden hauptsächlich durch Tröpfchen und feine Partikel in der Atemluft weitergegeben. Beim Sprechen, Niesen oder Husten gelangen kleinste Partikel in die Luft, die von anderen eingeatmet werden können.
Darüber hinaus ist eine Übertragung über die Hände möglich – etwa beim Händeschütteln oder beim Berühren gemeinsam genutzter Gegenstände wie Türklinken, Lichtschaltern oder Telefonen, nachdem diese zuvor von einer infizierten Person angefasst wurden.
Um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren, empfiehlt es sich, regelmässig und gründlich die Hände zu waschen, häufig genutzte Oberflächen zu reinigen und im Alltag möglichst Abstand zu erkrankten Personen zu halten.
Welche Symptome hat die Bronchitis?
Eine Bronchitis zeigt sich meist zunächst durch Husten, der sich im Krankheitsverlauf verändert: Anfangs ist der Husten trocken, oft begleitet von einem anhaltenden Hustenreiz, später wird er oft von Auswurf begleitet.
Häufig treten zusätzliche Beschwerden wie Halsschmerzen, allgemeines Krankheitsgefühl, leichtes Fieber sowie Schmerzen oder Druck im Brustbereich auf. Die Ausprägung und Kombination der Symptome kann individuell unterschiedlich sein.
Im Unterschied zur Erkältung steht bei Bronchitis der Husten deutlich stärker im Vordergrund. Im Unterschied zur Grippe ist der Allgemeinzustand oft weniger stark beeinträchtigt, und hohes Fieber ist seltener.
Wie lange ist eine Bronchitis ansteckend?
In der Regel gilt: Eine Bronchitis ist ansteckend, solange die auslösenden Viren aktiv übertragen werden können. Wie lange eine Bronchitis ansteckend ist, hängt vom Verlauf ab - besonders in den ersten Tagen der Erkrankung ist das Risiko, andere anzustecken, am höchsten. Solange deutliche Erkältungs- und Hustensymptome bestehen, ist eine Übertragung grundsätzlich möglich.
Wann ist der schlimmste Tag bei Bronchitis?
Die ersten drei bis fünf Tage nach Beginn einer akuten Bronchitis werden häufig als die belastendsten empfunden. In dieser Phase sind Hustenreiz und Begleitsymptome wie Halsschmerzen, Abgeschlagenheit und eventuell leichtes Fieber am stärksten ausgeprägt. Viele Betroffene fühlen sich in diesen Tagen besonders kraftlos und benötigen mehr Ruhe als sonst. Danach beginnen die Beschwerden meist langsam nachzulassen, auch wenn der Husten im weiteren Verlauf noch deutlich schleimiger werden kann.
Ist bei Bronchitis der Hals rot?
Ein geröteter Hals ist bei einer Bronchitis durchaus möglich, insbesondere zu Beginn der Erkrankung, wenn nicht nur die Bronchien, sondern auch die oberen Atemwege gereizt sind. Das kann dazu führen, dass sich der Rachen gerötet und wund anfühlt, begleitet von Halsschmerzen oder einem Kratzen im Hals. Eine Rötung des Halses ist jedoch kein eindeutiges Kennzeichen für eine Bronchitis und kann ebenso bei einer Erkältung, Grippe oder anderen Infekten auftreten.
Kann aus einer Bronchitis eine Lungenentzündung werden?
Auch wenn eine akute Bronchitis meist harmlos verläuft, kann sich daraus in seltenen Fällen eine Lungenentzündung entwickeln. Dies geschieht vor allem dann, wenn das Immunsystem geschwächt ist, etwa bei älteren Menschen, kleinen Kindern oder Personen mit chronischen Vorerkrankungen.
Gegensatz zur akuten Bronchitis ist die chronische Bronchitis eine länger anhaltende Erkrankung, die gesondert behandelt werden muss.
Wenn die Infektion tiefer in die Lunge vordringt, entzündet sich das Lungengewebe. Typische Symptome sind anhaltend hohes Fieber, starke Atemnot, beschleunigte Atmung sowie Schmerzen in der Brust.
Im Gegensatz zur Bronchitis verschlechtert sich bei einer Lungenentzündung der Allgemeinzustand meist deutlich. Wer solche Warnsignale bemerkt oder feststellt, dass die Beschwerden nach einer Woche nicht besser werden, sollte unbedingt ärztlichen Rat einholen.
Wie lässt sich eine Bronchitis behandeln?
Die Behandlung der Bronchitis richtet sich vor allem nach den Beschwerden. Ziel ist es, die Selbstheilung des Körpers zu unterstützen, Symptome zu lindern und die Erholungszeit möglichst angenehm zu gestalten.
Dazu kommen chemische und pflanzliche Arzneimittel sowie verschiedene Hausmittel infrage.
Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Alltag. Pro Jahr machen Erwachsene etwa zwei bis drei dieser Infekte durch, Kinder können sogar bis zu zwölfmal betroffen sein. Besonders verbreitet ist die akute Bronchitis – eine Entzündung der Bronchien, die in bis zu 95 Prozent der Fälle durch Viren verursacht wird.
Bronchitis – was zumeist als «normale Erkältung» beginnt
FAQ: Akute Bronchitis
Eine akute Bronchitis ist eine Entzündung der Schleimhäute in den Bronchien, die meist durch Viren ausgelöst wird. Im Gegensatz zur Erkältung, die hauptsächlich die oberen Atemwege (Nase, Rachen) betrifft, sind bei der Bronchitis die unteren Atemwege entzündet. Das Leitsymptom ist ein anhaltender Husten – zunächst trocken und reizend, später oft mit Auswurf –, begleitet von einem Druck- oder Brenngefühl in der Brust. Eine Erkältung beginnt meist schleichend mit Schnupfen und Niesen, während die Bronchitis durch den hartnäckigen Husten dominiert wird.
Die Beschwerden einer akuten Bronchitis halten in der Regel ein bis zwei Wochen an und klingen dann langsam ab. In manchen Fällen kann der Husten noch bis zu drei Wochen bestehen bleiben, auch wenn die übrigen Symptome bereits verschwunden sind. Die ersten drei bis fünf Tage werden oft als die belastendsten empfunden – danach bessert sich der Allgemeinzustand meist deutlich. Wer nach drei Wochen immer noch hustet oder sich nicht erholt, sollte ärztlichen Rat einholen.
Eine Bronchitis ist ansteckend, solange die auslösenden Viren aktiv übertragen werden können. Das Ansteckungsrisiko ist besonders in den ersten Tagen der Erkrankung am höchsten, wenn Husten und Erkältungssymptome am stärksten ausgeprägt sind. Die Übertragung erfolgt hauptsächlich über Tröpfchen in der Atemluft beim Sprechen, Husten oder Niesen, aber auch über kontaminierte Oberflächen und Hände. Regelmässiges Händewaschen, Abstand zu Erkrankten und das Vermeiden gemeinsam genutzter Gegenstände helfen, das Ansteckungsrisiko zu senken.
In den meisten Fällen sind Antibiotika bei akuter Bronchitis nicht notwendig – da in über 90 Prozent der Fälle Viren die Ursache sind, wirken Antibiotika gar nicht. Der Körper heilt in der Regel von selbst. Antibiotika sind nur dann sinnvoll, wenn eine bakterielle Superinfektion nachgewiesen wird oder bestimmte Risikogruppen (ältere Menschen, Immungeschwächte) betroffen sind. Wer sich unsicher ist, sollte ärztlichen Rat einholen, statt Antibiotika auf eigene Faust einzunehmen – nicht zuletzt wegen der zunehmenden Antibiotikaresistenz.
Bewährte Hausmittel sind warme Kräutertees aus Salbei, Lindenblüten oder Thymian, die den Hustenreiz lindern und die Schleimhäute beruhigen. Inhalationen mit heissem Wasserdampf (bei Kindern mit Vorsicht) befeuchten die Atemwege und erleichtern das Abhusten. Brustwickel entspannen die Atemwege. Ausreichend Flüssigkeit trinken (mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich) hält den Schleim fliessend, und frische Luft sowie leichte Bewegung regen den Selbstheilungsprozess an.
In seltenen Fällen kann eine Bronchitis in eine Lungenentzündung übergehen, besonders bei älteren Menschen, Kindern und immungeschwächten Personen. Warnsignale, die einen sofortigen Arztbesuch erfordern: anhaltendes hohes Fieber, starke Atemnot, blutiger Auswurf, deutliche Verschlechterung des Allgemeinzustands sowie Brustschmerzen, die sich nicht bessern. Auch wenn die Beschwerden nach einer Woche nicht nachlassen oder nach kurzer Verbesserung wieder zunehmen, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.
Es ist wichtig, die Atemwege zu befeuchten und viel zu trinken, zusätzlich können Pastillen oder schleimhautschützende Hustenmittel eingenommen werden. Falls der Reizhusten stark einschränkend ist (z.B. in der Nacht) kann ein Hustenmittel zur Reizlinderung eingenommen werden (Achtung, nur bei trockenem, nicht bei produktivem Husten). Weiter können warme Getränke mit Honig und Nasenspülungen mit Salz unterstützend wirken.
Eine Bronchitis beginnt anfänglich mit trockenen (Reiz)Husten und wird später zu einem Husten mit Auswurf (Schleim). Zur Schleimverflüssigung sollte viel getrunken werden und mit Wasserdampf oder Salzlösung inhaliert werden. Zur Sekretverflüssigung kann ein Mukolytikum aus der Apotheke eingenommen werden.
Das Wichtigste ist eine gute Handhygiene: regelmässiges Händewaschen reduziert das Übertragungsrisiko erheblich. Ein gestärktes Immunsystem durch ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung und die Vermeidung von Rauchen schützt ebenfalls. In der Erkältungssaison sollte man Abstand zu erkrankten Personen halten und schlecht belüftete, überfüllte Räume meiden. Wer zu Bronchitis neigt, sollte trockene Heizungsluft mit einem Luftbefeuchter ausgleichen und auf warme Kleidung bei Kälte achten.
Das Wichtigste ist eine gute Handhygiene: regelmässiges Händewaschen reduziert das Übertragungsrisiko erheblich. Ein gestärktes Immunsystem durch ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, regelmässige Bewegung und die Vermeidung von Rauchen schützt ebenfalls. In der Erkältungssaison sollte man Abstand zu erkrankten Personen halten und schlecht belüftete, überfüllte Räume meiden. Wer zu Bronchitis neigt, sollte trockene Heizungsluft mit einem Luftbefeuchter ausgleichen und auf warme Kleidung bei Kälte achten.
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